Beihilfeversicherung

Beamte gehören zu dem krankenversicherungsfreien Personenkreis. Sie erhalten keinen Zuschuss des Arbeitgebers zu den Krankenversicherungsbeiträgen, sondern Beihilfe.
Der Arbeitgeber( Dienstherr) beteiligt sich an den Kosten die einem Beamten und seinen berücksichtigungsfähigen Angehörigen im Krankheitsfall entstehen.
Der Beihilfesatz kann je nach Kostenträger (Bund oder Länder), Familienstand sowie Anzahl der Kinder zwischen 50% und 80% betragen. Ein Anspruch auf Beihilfe besteht auch für Kinder des Beamten, solange diese kindergeldberechtigt sind. Bis zu bestimmten Einkommensgrenzen kann auch für den Ehepartner Beihilfeanspruch gegeben sein.

In der Regel gelten folgende Beihilfesätze:

  • 50 % Beihilfeberechtigte Beamte
  • 70 % Beihilfeberechtigte mit 2 oder mehr Kindern
  • 70 % Ehegatten (wenn Einkommen des Vorvorjahres unter bestimmten Einkommensgrenzen liegt
  • 70 % Versorgungsempfänger/-innen
  • 80 % Kinder

Eine Besonderheit gibt es in der Beihilfeverordnung der Länder Bremen und Hessen. Hier bemisst sich der Beihilfesatz des Beamten und seiner berücksichtigungsfähigen Angehörigen nach Familienstand, der Kinderzahl, ob der Beamte aktiv tätig oder Versorgungsempfänger ist. Die Beihilfe wird in diesen beiden Bundesländern für die Bereiche ambulant, Zahn, stationär in unterschiedlicher Höhe gewährt und kann zwischen 50 und 85 % liegen.

Was ist versichert?

Mit einer privaten Krankenversicherung haben Beamte die Möglichkeit, gezielt den Anteil ihrer wirklichen Kosten abzusichern, der nicht durch die Beilhilfe abgedeckt ist.
Darüber hinaus bieten die privaten Krankenversicherer Beihilfeergänzungstarife an.
Ferner beinhalten PKV-Tarife auch Leistungen, die in manchen Bundesländern durch die Beihilfe nicht (mehr) abgedeckt sind, wie z.B. die Chefarztbehandlung, eine Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer im Krankenhaus, weitreichende Kostenübernahme bei Naturheilverfahren, Behandlungen durch Heilpraktiker, für Zahnersatz und Zuschüsse zu Sehhilfen.

“Pflege folgt Kranken” so lautet der Gesetzestext. Wer sich privat krankenversichert, muss auch die Pflegepflichtversicherung (PPV) privat absichern. Die Leistungen sind gesetzlich festgelegt. Das Bundessozialgericht hat entschieden, dass die PPV für fehlende Leistungen im Deckungsumfang einer PKV nicht in Anspruch genommen werden können. Die PPV wird, wie die Krankenversicherung, mit Altersrückstellungen kalkuliert. Es gibt keine beitragsfreie Mitversicherung von Ehegattinnen. Für Kinder besteht Anspruch auf Familienversicherung, längstens bis zum 25. Lebensjahr, sofern das monatliche Gesamteinkommen unter dem Grenzbetrag liegt.

Was kostet diese Versicherung?

Die Höhe der Beiträge richtet sich grundsätzlich nach dem Eintrittsalter, Gesundheitszustand, sowie Art und Umfang des Versicherungsschutzes. Je nach gesundheitlicher Vorgeschichte können noch Risikozuschläge vom Versicherer erhoben werden.
Die verschiedenen Beihilfetarife der privaten Krankenversicherer für Beamte unterscheiden sich gravierend in Preis und Leistung. Selbst für Familien ist die PKV meistens die günstigere Alternative.

Öffnungsaktion

Das bedeutet, dass sich einige Krankenversicherer verpflichtet haben, keinen Antrag aufgrund von Vorerkrankungen abzulehnen, sondern diesen mit einem Risikozuschlag in Höhe von maximal 30 % für den ambulanten, stationären und zahnärztlichen Tarif anzunehmen. Dieser Risikozuschlag gilt für die gesamte Vertragsdauer.

Diese Sonderregelung gilt nur:

  1. Wenn innerhalb von 6 Monaten nach Erstverbeamtung ein Antrag bei einem privaten Krankenversicherer gestellt wird und der Versicherungsbeginn innerhalb dieser Frist liegt.
  2. Es besteht kein Kontrahierungszwang für die Wahlleistungen (Unterbringung in einem 1- oder 2-Bettzimmer und privatärztliche Behandlung im Krankenhaus), sowie für einen Beihilfeergänzungstarif.
  3. Nur der Krankenversicherer, bei dem der erste Antrag gestellt wurde, ist zur Annahme verpflichtet!

 

Der Einstieg in die PKV auch für Beamte auf Widerruf

Während der Ausbildungszeit können sich Beamte auf Widerruf, z.B. Lehrer in der Referendarzeit bei vielen Versicherungsgesellschaften zu besonders günstigen Beiträge versichern. Wer von dieser Möglichkeit Gebrauch macht, hat im Falle der Verbeamtung die Möglichkeit bei diesem Krankenversicherer ohne erneute Gesundheitsprüfung in einen Beamtentarif zu wechseln.

Wie komme ich zu einem Angebot?

Da die Thematik zu dieser Absicherung erklärungsbedürftig ist empfehlen wir Ihnen hier immer ein ausführliches persönliches Beratungsgespräch in unserem Büro.
Durch die langjährige Marktbeobachtung und Beschäftigung mit der Materie zeigen wir Ihnen auf, welche Alternativen angeboten werden und helfen Ihnen gerne die zu Ihren Wünschen und Bedürfnissen passenden Tarife zu finden.

Bitte vereinbaren Sie mit uns einen Termin zu einem ausführlichen Beratungsgespräch. Vor diesem Termin möchten wir gern kurz mit Ihnen telefonieren und dabei klären, ob Sie grundsätzlich aufgrund möglicher Vorerkrankungen versicherbar sind. Für uns ist dabei hilfreich, wenn Sie uns sagen können, wegen welcher Erkrankungen Sie in den letzten 5 bis 10 Jahren ärztlich beraten, behandelt oder untersucht worden sind. Dabei interessieren wir uns für den Zeitpunkt der Behandlung, die Diagnose Ihres Arztes, die durchgeführte Therapie und die Prognose des Arztes sofern die Behandlung abgeschlossen wurde.

 

Katharina Cichon

 

Ihr Ansprechpartner

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