Private Krankenvollversicherung (PKV)

Die private Krankenvollversicherung ist eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau ohne gesetzliche festgelegte Limitierungen. Sie haben freie Arzt- und Krankenhauswahl, genießen hohe Erstattungsleistungen sowohl im ambulanten, stationären, sowie im zahnärztlichen Bereich.

Was kann passieren?

Sie erleiden einen komplizierten Beinbruch beim Skifahren. Sie werden per Helikopter direkt vom Berg in ein Krankenhaus für Skiunfälle geflogen und dort Fachmedizinisch behandelt. Alle Kosten werden übernommen.

Sie leiden an einer bösartigen Tumorerkrankung und möchten schnellstmöglich die beste zur Verfügung stehende medizinische Hilfe in Anspruch nehmen (z. B. eine Spezialklinik). Nach einer erfolgreicher OP möchten Sie in Ruhe genesen und lassen sich in einem Einbettzimmer unterbringen. Dank freier Arzt-, Krankenhaus und Unterkunftswahl kein Problem. Alle Kosten werden übernommen.

Was ist versichert?

Eine Krankenversicherung bietet dem Versicherten Schutz gegen finanzielle Folgen die
durch eine Krankheit oder einen Unfall entstehen können. Die tariflichen Leistungen sind garantiert. In welchem Umfang die Kosten übernommen werden, ist abhängig davon, welcher Krankenversicherungstarif gewählt wurde.

Der eigentliche Vorteil der privaten Krankenversicherung liegt aber darin, dass der Versicherungsschutz für jeden individuell nach dem Baukastenprinzip zusammengestellt werden kann. So besteht die Möglichkeit entsprechend den eigenen Wünschen und Bedürfnissen den Versicherungsschutz zu wählen.

Der Umfang der Leistungen des ambulanten, stationären und zahnärztlichen Bereichs, der Naturheilverfahren variiert je nach Tarif des jeweiligen Anbieters. Es stehen zur Auswahl Tarife angefangen von einem Basis- bis hin zu einem Hochleistungsschutz.

Die Leistungserbringung erfolgt nach dem Kostenerstattungsprinzip, das heißt, die Behandlung und die Therapie ist nicht wie in der gesetzlichen Krankenversicherung vorgegeben, sondern kann vom Arzt, in Abstimmung mit dem Patienten, weitgehend frei bestimmt werden. Der Arzt stellt seine Rechnung dann nach der Gebührenordnung für Ärzte.

Die Leistungen innerhalb der GKV sind zu ca. 95% gesetzlich vorgeschrieben, können aber im Rahmen einer Gesundheitsreform verändert werden. So wurden zum Beispiel im Laufe der letzten Jahre zahlreiche Selbstbeteiligungen eingeführt und Leistungen aus dem Leistungskatalog gestrichen. Ganz anders sieht es innerhalb der PKV aus. Der Versicherer darf den Umfang des Versicherungsschutzes nicht zum Nachteil verändern.

Die Entscheidung für die PKV ist in der Regel eine endgültige Entscheidung bis ans Lebensende. Eine Rückkehr in die GKV ist nur möglich, wenn Versicherungspflicht vor der Vollendung des 55. Lebensjahres eintritt.

“Pflege folgt Kranken” so lautet der Gesetzestext. Wer sich privat krankenversichert, muss auch die Pflegepflichtversicherung (PPV) privat absichern. Die Leistungen der PPV sind gesetzlich festgelegt. Das Bundessozialgericht hat entschieden, dass die Private Pflegepflichtversicherung für fehlende Leistungen im Deckungsumfang einer Privaten Krankenversicherung nicht in Anspruch genommen werden können. Die private Pflegepflichtversicherung (PPV) wird, wie die Krankenversicherung, mit Altersrückstellungen kalkuliert. Es gibt in der privaten PPV keine beitragsfreie Mitversicherung von Ehegattinnen. Für Kinder besteht Anspruch auf Familienversicherung, längstens bis zum 25. Lebensjahr, sofern das monatliche Gesamteinkommen unter dem Grenzbetrag liegt.

Wer kann sich privat versichern?

Die Wahl, sich privat zu versichern, haben nur Personen, die nicht Pflichtmitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung sind: Freiberufler, Selbstständige, Beamte sowie Arbeitnehmer, deren Gehalt die Versicherungspflichtgrenze übersteigt und in drei aufeinander folgenden Jahren überstiegen hat. Die für die Versicherungspflicht maßgebliche Jahresarbeitsentgeltgrenze wird jährlich an die durchschnittliche Lohn- und Gehaltsentwicklung angepasst.

Wie werden die Beiträge berechnet?

Die Beiträge werden innerhalb der privaten Krankenversicherung (PKV) nicht wie in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nach dem Einkommen erhoben, sondern nach dem Eintrittsalter, dem Geschlecht, dem Gesundheitszustand und dem gewählten Tarif.
Die PKV kennt keine beitragsfreie Familienversicherung. Jede Person, die privat versichert wird, zahlt einen eigenen Beitrag.

Da die PKV tarifliche Leistungen - nicht wie die GKV - im Laufe der Jahre streichen bzw. kürzen kann, bleibt als Ventil für steigende Gesundheitskosten nur eine Beitragsanpassung.
Um höheren Leistungsausgaben im Alter entgegenzuwirken, wird ein Teil des Beitrags
(Alterungsrückstellung) verzinslich angelegt. Im Rentenalter wird dieses Polster wieder sukzessive aufgelöst, damit der Beitrag stabil bleibt.

Im Fall einer Beitragsanpassung erfolgt diese aufgrund der Kostensteigerung aber nicht aufgrund der altersbedingten Mehrleistungen. Hierbei spielen veränderte Lebenserwartungen eine große Rolle und natürlich auch der medizinischer Fortschritt.

Zusätzlich zu dem Krankenversicherungsbeitrag wird der sogenannte „ gesetzliche Altersvorsorgezuschlag“ erhoben. Diese beträgt 10% des Beitrages und wird von allen Personen zwischen dem 21. und dem 60. Lebensjahr entrichtet und ohne Abzug von Kosten verzinslich angelegt. Die aus diesem Zuschlag verzinslich angesammelten Mittel werden dann zur Stabilisierung der Beiträge ab Alter 65. eingesetzt.

Wie komme ich zu einem Angebot?

Da die Thematik zu dieser Absicherung erklärungsbedürftig ist, gleichzeitig aber gravierende Folgen mit existenziellen Auswirkungen bei einem fehlerhaften Abschluss mit sich bringt, empfehlen wir Ihnen hier immer ein ausführliches persönliches Beratungsgespräch in unserem Büro.
Durch die langjährige Marktbeobachtung und Beschäftigung mit der Materie zeigen wir Ihnen auf, welche Alternativen angeboten werden und helfen Ihnen gerne die zu Ihren Wünschen und Bedürfnissen passenden Tarife zu finden.

Bitte vereinbaren Sie mit uns einen Termin zu einem ausführlichen Beratungsgespräch. Vor diesem Termin möchten wir gern kurz mit Ihnen telefonieren und dabei klären, ob Sie grundsätzlich aufgrund möglicher Vorerkrankungen versicherbar sind. Für uns ist dabei hilfreich, wenn Sie uns sagen können, wegen welcher Erkrankungen Sie in den letzten 5 bis 10 Jahren ärztlich beraten, behandelt oder untersucht worden sind. Dabei interessieren wir uns für den Zeitpunkt der Behandlung, die Diagnose Ihres Arztes, die durchgeführte Therapie und die Prognose des Arztes sofern die Behandlung abgeschlossen wurde.

 

Birgit Rietsch

 

Ihr Ansprechpartner

Birgit Rietsch
Telefon: (0511) 336 82 - 13
Telefax: (0511) 336 82 - 43
E-Mail: Birgit.Rietsch@12fair.de

 

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