Rechtsschutzversicherung

Recht haben und Recht bekommen sind zweierlei ...
Ohne es zu wollen und schneller als es Ihnen lieb ist, können Sie in Rechtsstreitigkeiten verwickelt werden. Denn: Streit und Missverständnisse kann es in allen Lebenslagen geben.

So kann es im Beruf, im Verkehr oder aber auch im privaten Umfeld zu Meinungsverschiedenheiten kommen, die nicht immer ohne gerichtliche Hilfe gelöst werden können. Bei einem Arbeitsrechtsstreit muss z.B. in erster Instanz jede Partei, unabhängig vom Ausgang des Rechtsstreits, die Anwaltskosten selbst tragen. So beträgt das Kostenrisiko im Falle einer Kündigungsschutzklage, welche sich über zwei Instanzen beläuft und mit einem Streitwert in Höhe von 10.000 € festgesetzt ist, rund 6.000 €.

 

Die Rechtsschutzversicherung gliedert sich in drei Schwerpunkte ("Pakete"):

Privat-Rechtsschutzversicherung

Verkehrs-Rechtsschutzversicherung

Immobilien-Rechtsschutzversicherung

 

Die folgende Übersicht soll Ihnen einen Überblick über die Leistungsbausteine bieten, die in den oben genannten verschiedenen Rechtsschutzpakten in unterschiedlicher Zusammensetzung angeboten werden. Folgende Bausteine sind z.B. auf dem Markt vorhanden:

• Vertrags-Rechtsschutz
• Schadenersatz-Rechtsschutz
• Arbeits-Rechtsschutz
• Verkehrs-Verwaltungs-Rechtsschutz
• Wohnungs- und Grundstücksrechtsschutz
• Sozialgerichts-Rechtsschutz
• Steuer-Rechtsschutz

 

Von der Rechtsschutzversicherung werden bis zur Höhe der vereinbarten Versicherungssumme in der Regel folgende Kosten übernommen:

 

  • die gesetzlichen Anwaltsgebühren des vom Versicherten gewählten Rechtsanwaltes
  • Kosten für einen weiteren Rechtsanwalt, wenn ein ausländisches Gericht zuständig ist, oder bei Entfernung von mehr als 100 km zwischen Wohnort und Gerichtsstand
  • Gerichtskosten
  • Zeugengelder und gerichtliche Sachverständigenhonorare
  • Kosten des Gegners, soweit der Versicherte sie übernehmen muss

 

Wann beginnt der Versicherungsschutz?

Grundsätzlich beginnt der Versicherungsschutz ab dem im Versicherungsschein genannten Zeitpunkt. Jedoch gibt es bei der Rechtsschutzversicherung in machen Bausteinen sog. Wartezeiten, diese betragen in der Regel drei Monate. Dies bedeutet, der Versicherungsschutz beginnt dann in diesen Bausteinen mit Wartezeit erst drei Monate nach Vertragsbeginn. Hiermit soll einer missbräuchlichen Verwendung der Rechtsschutzversicherung Rechnung getragen werden. Es ist daher nicht möglich einen solchen Vertrag erst dann abzuschließen, wenn der Rechtsstreit bereits voll entbrannt ist. Wechselt man hingegen den Anbieter und lässt den neuen Vertrag zeitlich unmittelbar an den alten Vertrag anschließen, so entfallen die Wartezeiten in den einzelnen Bausteinen.

So bestehen in der Regel Wartezeiten von drei Monaten in den nachfolgenden Bausteinen:

 

  • Arbeitsrechtsschutz
  • Wohnungs- und Grundstücksrechtsschutz
  • Rechtsschutz im Vertrags- und Sachenrecht
  • Steuerrechtsschutz vor Gerichten
  • Sozialgerichts-Rechtsschutz
  • Verwaltungsrechtsschutz in Verkehrssachen

Tipp:  Es lohnt sich durchaus hier die Angebote der einzelnen Rechtsschutzversicherer kritisch zu vergleichen, da einige Anbieter in manchen Bausteinen auf die sonst üblichen Wartezeiten verzichten. Gerne übernehmen wir diese Aufgabe für Sie!

 

Wo gilt der Versicherungsschutz?

Uneingeschränkt entfaltet die Rechtsschutzversicherung in Europa und den Mittelmeerländern ihre Geltung. Mittlerweile bieten viele Versicherer zusätzlich auch weltweiten Versicherungsschutz an. Diese Erweiterung gilt jedoch in der Regel nur bei Auslandsaufenthalten von bis zu sechs Wochen aus nicht beruflichen Gründen. Ausgeschlossen sind dann auch Streitigkeiten rund um Immobilien (z. B. Kauf und Verkauf sowie Timesharing-Verträge). Bis zu welcher Höhe die Rechtsschutzversicherung die Kosten übernimmt, ist in Ihrem Versicherungsvertrag geregelt.

 

Wie komme ich zu einem Angebot?

Es lässt sich hier nicht abschließend beantworten, welcher Versicherungsschutz für den Einzelfall sinnvoll erscheint. Aufgrund der Komplexität der Möglichkeiten und Ausschlüsse empfiehlt sich hier durchaus ein Beratungsgespräch, um die Unterschiede in den verschiedenen Angeboten zu klären. Wenn Sie daran Interesse haben, sprechen Sie uns bitte an.

Um den Versicherungsbeitrag möglichst niedrig zu halten, können Sie eine Selbstbeteiligung vereinbaren, die in der Regel bei 100 oder 150 Euro je Versicherungsfall liegt. Diesen Anteil zahlen Sie dann entsprechend jeweils selbst.

 

Rita Baum

 

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Rita Baum
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