Versicherungen der Arbeitskraft

Hier haben wir für Sie Versicherungen aufgeführt, die allesamt nötig und hilfreich sind diesen sehr wichtigen Bereich Ihres Lebens abzusichern.

Es handelt sich um private Versicherungen, die bei Ausfall der Arbeitsfähigkeit eine finanzielle Leistung (eine Rente oder eine einmalige Kapitalzahlung) erbringen, um den wirtschaftlichen „Schaden“ durch den Ausfall Ihrer Arbeitskraft zu ersetzen bzw. zu minimieren. Da fast alle Menschen von ihrer Fähigkeit zu arbeiten leben und dies in der Regel das größte wirtschaftliche "Vermögen" eines jeden darstellt, gehört diese Absicherung zu den absoluten „Muss-Versicherungen“.

Wichtige Grundlagen für die Höhe der Beiträge sind der Gesundheitszustand des Antragsstellers, das Alter, der Beruf, die Laufzeit der Absicherung und die Höhe der gewünschten Leistungen.

Hier ein kurzer Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten, ihre Qualitäten, ihre Grenzen und die wesentlichsten Gründe für einen Abschluss einer solchen Absicherung.

 

Berufsunfähigkeitsversicherung

Diese Form der Absicherung empfehlen wir jedem Menschen. Versichert ist hier immer der individuelle Beruf, der zum Zeitpunkt des möglichen Schadens (Krankheit, Unfall, Verschleiß) ausgeübt wird. Die Versicherungsbedingungen sind von hoher Qualität und sehr verbraucherfreundlich. Sehr wichtig sind hier absolut korrekte Angaben beim Antrag zur Gesundheit und zum Beruf. Es gibt einen großen Wettbewerb zwischen den Versicherungsgesellschaften mit der Folge von teilweise sehr günstigen Beiträgen und sehr guten Versicherungsbedingungen. Die Auswahl zwischen den Angeboten sollte nach qualitativ hochwertigen Versicherungsbedingungen, Unternehmen mit großer langjähriger Erfahrung im Thema BU, gute und faire erlebte Schadenregulierung und natürlich auch, aber an letzter Stelle einen günstiger Beitrag.

Die Versicherung wird in der Form einer "selbständigen Berufsunfähigkeitsversicherung" (SBU oder BU) - es wird nur die Berufsunfähigkeit versichert - angeboten oder auch als "Berufsunfähigkeit - Zusatzversicherung" (BUZ). Diese zweite Form ist eine Kombination aus einer "Risikolebensversicherung" (=> Hinterbliebenenversorgung) oder eines "Sparens" als Kapital- oder auch Rentenversicherung.

 

Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Der Begriff "erwerbsunfähig" wird häufig falsch interpretiert. Er bedeutet, dass es nicht ausreicht in "seinen" Beruf nicht mehr tätig sein zu können, sondern das man darüberhinaus überhaupt keiner beruflichen Tätigkeit mehr nachgehen kann. "Erwerbsunfähigkeit" ist nicht dasselbe wie die gesetzliche Absicherung bei "Erwerbsminderung", es besteht aber eine große Nähe beider Begrifflichkeiten. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist daher einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung immer vorzuziehen. Es ist wesentlich einfacher "nur" in seinem Beruf "berufsunfähig" zu werden, als in "allen" Berufen "erwerbsunfähig" zu sein.

Wir empfehlen diese Absicherung grundsätzlich nicht, es sei denn, dass eine Berufsunfähigkeits- absicherung wegen des hohen Risikos des ausgeübten Berufes (z.B. Fliesenleger) nicht finanzierbar ist. Der Beitrag einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung liegt je nch Beruf ca. 30% unter dem Beitrag einer Berufsunfähigkeitsversicherung.

 

Grundfähigkeitsversicherung

Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung leistet, wenn die Arbeitsfähigkeit im bisherigen Beruf wegen Krankheit oder Behinderung nicht mehr gegeben ist. Das gleiche gilt auch bei der Erwerbsunfähigkeitsversicherung, allerdings muss hier die Arbeitsfähigkeit in allen Berufen des Arbeitsmarktes gemindert sein.

Die Grundfähigkeitsversicherung versichert dagegen bestimmte Fähigkeiten und nicht den Beruf. Der Leistungsfall tritt hier also ein, wenn bestimmte Grundfähigkeiten in Folge einer Krankheit, alterungsbedingtem Verschleiß oder eines Unfalls verloren gehen. Es gibt eine Liste von genau beschriebenen Fähigkeiten, wie z.B. das Sehen, das Sprechen, das Hören, der Gebrauch der Hände, das Gehen, das Sitzen usw. Aus dieser Liste müssen einzelne oder auch mehrere Fähigkeiten nicht mehr ausgeübt werden können, damit die versicherte Rente gezahlt werden kann.

Daraus folgt, dass der Eintritt des Leistungsfalls klar definiert ist, was bei der Berufsunfähigkeitsversicherung schwerer abzugrenzen ist. Allerdings muss diese Beeinträchtigung nicht zu einer realen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führen bzw. die eingetretene Einschränkung ist in der Liste nicht aufgeführt oder anders formuliert. Die Versicherung ist daher sehr schematisch und nicht so individuell wie die Berufsunfähigkeitsversicherung.

Die Grundfähigkeitsversicherung unterscheidet sich sehr stark von der Berufs- und auch von der Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Diese Absicherung kann daher nur unter bestimmten Umständen im Einzelfall eine Alternative zur Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung sein. Dies gilt speziell bei schwierig zu versichernden Berufen (Künstler, Sportler usw.) oder bei Einschränkungen der Gesundheit, die eine Absicherung bei der Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung unmöglich und zu teuer machen.

Für uns ist die Grundunfähigkeitsrente daher immer dritte Wahl nach der Berufs- und der Erwerbsunfähigkeitsrente.

 

Unfallversicherung

In den Versicherungsbedingungen wir der „Unfall“ wie folgt definiert:

„Ein Unfall liegt vor, wenn der Versicherte durch ein plötzlich von außen auf seinen Körper wirkendes Ereignis /Unfallereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.“

Schon an dieser Beschreibung ist erkennbar, dass eine Unfallversicherung immer nur zahlt, wenn ein Unfall die Ursache für die körperliche Beeinträchtigung darstellt. Daher sind z.B. in der Regel Krankheiten, Verschleiß oder auch psychische Ursachen nicht versichert.

Es können verschiedene Leistungsarten vereinbart werden. Die zentrale Leistung ist jedoch die Invaliditätsleistung. Diese stellt dem Versicherten eine Kapitalsumme zur Verfügung, sollten nach einem Unfall dauerhafte gesundheitliche Einschränkungen zurückbleiben. Mit dieser Kapitalsumme können dann Maßnahmen wie beispielsweise behindertengerechter Umbau des eigenen Hauses oder Einkommenseinbußen finanziert werden.

Auch hier liegt wieder eine sehr schematische Absicherung vor, da Alter, Geschlecht, Gesundheit, Sportarten oder auch der Beruf bei der Kalkulation der Beiträge und der Beantragung keine große Rolle spielen. Aus unserer Sicht empfiehlt sich eine Unfallversicherung daher nur als Ergänzung zu einer Berufsunfähigkeitsrente bzw. für Personengruppen (Kinder, Rentner, risikobetonte Sportarten) die keine Berufsunfähigkeitsabsicherung erhalten können.

 

Schwere Krankheitenversicherung
(Dread Disease)

Die „Schwere Krankheitenversicherung“ - im englischen auch Dread-Disease-Versicherung genannt - leistet bereits bei der Feststellung bestimmter schwerer Krankheiten bzw. bei der Anwendung bestimmter Behandlungsmethoden. Neben Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, multiple Sklerose, Nierenversagen und Bypass-Operationen gehören noch fast 30 weitere Krankheiten zum Leistungskatalog vieler Versicherer.

Wenn eine tödliche Krankheit wie Krebs oder ein Herzinfarkt diagnostiziert oder eine Behandlung wie eine Bypass-Operation erforderlich wird, dann greifen die herkömmlichen Mittel der finanziellen Absicherung nicht immer im gewünschten oder auch erwartenden Umfang. Neben der Krankenversicherung, der Berufsunfähigkeitsversicherung oder anderen für diesen Fall vorhandenen Leistungen, kann trotzdem eine Versorgungslücke mit existenziellen Folgen entstehen. Dies gilt besonders dann, wenn Krankheiten einen Selbständigen oder Freiberufler für längere Zeit von seinem Betrieb fern halten.

Die „Schwere Krankheitenversicherung“ unterscheidet sich wieder sehr von der Berufs- und auch von der Erwerbsunfähigkeitsrente. Sie kann diese beiden Absicherungen nie wirklich ersetzen, sondern maximal nur ergänzen. Sie kann daher nur unter bestimmten Umständen im Einzelfall eine Alternative zur Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung sein. Dies gilt speziell wieder bei schwierig zu versichernden Berufen (Künstler, Sportler usw.) oder bei Einschränkungen der Gesundheit, die eine Absicherung bei der Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung unmöglich und zu teuer machen. Darüber hinaus kann sie neben einer vorhandenen Berufsunfähigkeitsrente Risiken abdecken, die wegen einer ungewöhnlichen Höhe einer gewünschten BU-Rente nicht mehr absicherbar wären.

Für uns ist daher die „Schwere Krankheitenversicherung“ immer nur dritte Wahl nach der Berufs- und der Erwerbsunfähigkeitsrente.

 

Kombinationsangebote

Neben den oben erläuterten einzelnen Absicherungsformen, werden seit einiger Zeit auch Mischformen oder Kombinationen aus Unfallversicherung, Grundfähigkeitenabsicherung, Schwere Krankheitenversicherung und Pflegeversicherung angeboten.

Diese Produkte muss man aufgrund der großen Komplexität sehr genau prüfen, um zukünftigen Enttäuschungen im Schadenfall vorzubeugen. Wie immer beim „Versicherungsmarketing“ suggerieren diese Produkte ein „Rund-um-sorglos-Paket“, was sie aber absolut nicht sind.

In der Regel wird bei diesen Produkten eine Rentenleistung erbracht, wenn man bestimmte in den Bedingungen aufgezählte Grundfähigkeiten verliert (z.B. Sprechen, Sehen, Hören etc.), eine unfallbedingte Invalidität eintritt, man pflegebedürftig wird oder bei Eintritt einer in den Bedingungen genau definierten schweren Krankheiten (z.B. schwere Lungen-, Leber-, Nieren-, Herzerkrankung, Geistesstörung, Krebs).

Die Fähigkeit eine konkrete Berufstätigkeit ausüben zu können spielt in diesen Kombinationen keine Rolle, weshalb eine Berufsunfähigkeitsversicherung in den meisten Fällen diesen Produkten vorzuziehen ist.

Empfehlenswert sind diese Mischformen, wenn aufgrund der Gesundheit, der Berufstätigkeit oder aus finanziellen Gründen die Berufsunfähigkeits- oder auch die Erwerbsunfähigkeitsabsicherung nicht abgeschlossen werden kann.

Auch für Kinder können diese Mischformen eine sinnvolle Absicherung darstellen, da diese bereits ab dem 4. Lebensjahr dort versichert werden können.

Berufsunfähigkeits-Versicherung

Erwerbsunfähigkeits-Versicherung

Grundfähigkeits-Versicherung

Unfallversicherung

Schwere Krankheiten-Versicherung

Kombinationsangebote

 

Wir empfehlen grundsätzlich für alle Menschen im Erwerbsleben - und auch schon für Schüler und Jugendliche - die Absicherung der Arbeitskraft im Rahmen eine Berufsunfähigkeitsrente. Aus unserer Sicht finden Sie hier den individuell besten, umfangreichsten und lebensbegleitenden Schutz für diesen elementaren Daseinsbereich. Unsere selbst erfahrenen Leistungsfälle bestätigen uns diese Einschätzung immer wieder. Nur in Ausnahmefällen, die wir mit Ihnen persönlich klären müssen, kommen die anderen Formen der Absicherung für diesen Bereich in Frage.

Wenn Sie Interesse an einem ausführlichen Gespräch dazu haben, rufen Sie uns bitte an. Wir empfehlen in jedem Fall eine telefonische Vorklärung und benötigen dazu genaue Angaben von Ihnen zu Ihrer beruflichen Tätigkeit und zu Ihrem Gesundheitheitsstand. Hier ist ein Zeitraum über mindestens die letzten 5 Jahre relevant. Die Angaben zur Gesundheit sollten unbedingt vollständig und wahrheitsgemäß erfolgen, da Sie ansonsten die gewünschte Leistung im Schadenfall gefährden.

 

Katharina Cichon

 

Ihr Ansprechpartner

Katharina Cichon
Telefon: (0511) 336 82 - 14
Telefax: (0511) 336 82 - 44
E-Mail: Katharina.Cichon@12fair.de

 

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