Unfallversicherung

Was kann passieren?

Beim Skifahren in Österreich stürzen Sie aufgrund einer vereisten Stelle auf der Piste schwer, verletzten sich an der Wirbelsäule und müssen mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht werden. Trotz Reha-Maßnahmen ist ein Rollstuhl dauerhaft nötig und Sie müssen sich in Ihrer Umgebung vollkommen neu orientieren.

Ihr Sohn erleidt bei einem Sturz mit seinem Fahrrad schwere Kopfverletzungen, da er keinen Helm getragen hat. Nach vielen Operationen und Reha-Maßnahmen bleiben trotzdem gravierende geistige Schäden und epileptische Anfälle zurück. Ihr Sohn wird zeitlebens pflegebedürftig bleiben.

 

Wer benötigt diese Versicherung?

Eine Unfallversicheruzng benötigt eigentlich jeder, der noch keine Absicherung über eine Berufsunfähigkeitsversicherung hat bzw. nicht haben kann (Kinder, Kranke, ältere Menschen, sehr gefährliche Berufe oder gefährliche Sportarten). Sie stellt den Einstieg in das große Thema "Absicherung der Arbeitskraft" im weiteren Sinne dar und sollte so früh als möglich (ab Geburt) abgeschlossen werden. Hierbei sollten Eltern primär ihren eigenen finanziellen Schutz im Auge haben, da die Unfallversicherung für die wirtschaftlichen Folgen eines Unfalls aufkommt, die die Eltern zu zahlen hätten.

Diese Absicherung kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung nie ersetzen, sondern maximal nur ergänzen. Der Unfall fällt grundsätzlich auch unter die möglichen Ursachen einer Berufsunfähigkeitsversicherung, wobei die Berufsunfähigkeitsversicherung auch zahlt, wenn ein Unfall dauerhafte Folgen für die Arbeitsfähigkeit hat. Eine Unfallversicherung zahlt aber nur, wenn ein Unfall die Ursache für die Berufsunfähigkeitsversicherung war. Statistisch resultieren aber nur ca. 5% aller Berufsunfähigkeitsgründe aus einem Unfall - die überwiegenden Gründe sind Krankheiten und Verschleiß.

 

Was ist versichert?

In der Unfallversicherung können, je nach zu ermittelndem persönlichen Bedarf, verschiedene Leistungsarten vereinbart werden. Die zentrale Leistung ist jedoch die Invaliditätsleistung. Diese stellt dem Versicherten eine Kapitalsumme zur Verfügung, sollten nach einem Unfall gesundheitliche Einschränkungen zurückbleiben. Mit dieser Kapitalsumme können dann Maßnahmen wie beispielsweise behindertengerechter Umbau des eigenen Hauses oder Einkommenseinbußen finanziert werden.

Des Weiteren können auch die folgenden Leistungsarten vereinbart bzw. kombiniert werden:

  • Unfallrente - diese leistet eine monatliche Rentenzahlung für den im Vertrag beschriebenen Zeitraum.
  • Übergangsleistung - zur Überbrückung innerhalb der Genesungszeit für einen festgelegten Zeitraum.
  • Tagegeld, Krankenhaustagegeld und Genesungsgeld - Vor allem für Selbstständige ist ein Unfall meist mit Verdienstausfall verbunden. Sie vereinbaren deshalb in aller Regel ein Tagegeld. Ist die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt, wird das Tagegeld für die Dauer der ärztlichen Behandlung bis zu einem Jahr nach dem Unfalltag gezahlt (Wir empfehlen hierfür aber die Absicherung über ein Krankentagegeld, da hier zwischen Krankheit und Unfall nicht unterschieden wird)

Die Höhe der Kapital- oder Rentenleistungen errechnet sich dabei nach dem sog. Invaliditätsgrad, hierunter ist die „dauernde Beeinträchtigung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit“ des Versicherten zu verstehen. Dieser Grad (ausgedrückt in einem Prozentsatz der versicherten Leistungen) wird spätestens nach zwei Jahren festgestellt. Der "Grad der Invalidität" kann vom "Grad der Behinderung" der gesetzlichen Unfallversicherung abweichen. Um die Feststellung des Grades zu vereinfachen, wird eine "Gliedertaxe" angewandt. Hier sind beispielhaft für einzelne Unfallfolgen entsprechende Unfallgrade festgeschrieben, die Bestandteil der jeweiligen Versicherungsbedingungen sind. Die Gliedertaxen der Gesellschaften sind nicht einheitlich - es gibt teilweise große Unterschiede in den Festlegungen.

 

Was ist nicht versichert?

In den Allgemeinen Unfallversicherungs-Bedingungen (AUB) ist der Unfallbegriff wie folgt beschrieben:

 

„Ein Unfall liegt vor, wenn der Versicherte durch ein plötzlich von außen auf seinen Körper
wirkendes Ereignis /Unfallereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.“

 

In der Praxis bedeutet dies, dass ein „Unfallereignis“ innerhalb eines kurzen Zeitraums eintreten muss. Nicht versichert sind daher beispielsweise

Gesundheitsschädigungen durch beispielsweise Dauerbelastung im Sport Krankheiten und Verschleiß - ausgenommen sind hier, wenn durch erhöhte Kraftanstrengung ein Gelenk verrenkt oder Muskeln, Sehnen, Bänder oder Kapseln gezerrt oder zerrissen werden Bandscheibenvorfall ist in der Regel nicht versichert.

Krankhafte Störungen infolge psychischer Reaktionen (z. B. Aufregung, Schock, Ärger), Freitod und Selbstverstümmelung - Schädigungen als Folge grob fahrlässigen Handelns sind abgesichert.

 

Was kostet diese Versicherung?

Eine Unfallversicherung kann sehr variantenreich und individuell gestaltet sein. Dennoch ist sie vergleichweise eine preigünstige Versicherung. Sie erhalten einen hochwertigen Schutz i. d. R. für

  • einen Erwachsenen bereits ab € 100,- bis € 120,- pro Jahr
  • ein Kind bereits ab € 80,- bis € 100,- pro Jahr

 

Wie komme ich zu einem Angebot?

Es lässt sich hier nicht abschließend beantworten, welcher Versicherungsschutz für den Einzelfall sinnvoll erscheint. Aufgrund der Komplexität der Möglichkeiten und Ausschlüsse empfiehlt sich hier durchaus ein Beratungsgespräch, um die Unterschiede in den verschiedenen Angeboten zu klären. Wenn Sie daran Interesse haben, sprechen Sie uns bitte an.

Sie können auch gerne zunächst per Telefon oder E-Mail Kontakt zu uns aufnehmen.

 

Rita Baum

 

Ihr Ansprechpartner

Rita Baum
Telefon: (0511) 336 82 - 15
Telefax: (0511) 336 82 - 45
E-Mail: Rita.Baum@12fair.de